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Marienhaus
Nahaufnahme einer leuchtend gelben Sonnenblume mit braunem Zentrum vor unscharfem Hintergrund aus Bäumen und Himmel
Sonnenlicht scheint durch grüne Blätter an Baumzweigen
Ein einzelner Baum auf einer grasbewachsenen Hügelwiese unter einem bewölkten Himmel
Ein einzelner Baum auf einer grasbewachsenen Hügelwiese unter einem bewölkten Himmel

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Film „Toni und Helene“ greift das Thema Sterbehilfe auf

21.03.2025 | Information | Ambulantes Hospiz Neuwied

Kirche und Kino: Projekt wird in Asbach wieder neu aufgelegt

Asbach. Es ist eine Komödie, die da im Asbacher Kino Cine5 gezeigt wurde, eine Komödie, die dennoch ein ernstes Thema aufgreift: Sterbehilfe. Der Film erzählt die Geschichte zweier Frauen, die sich gemeinsam auf eine abenteuerliche Reise in die Schweiz machen. Der Anlass für diese Reise ist ernst: Helene ist schwer krank. Ihr Ziel ist eine Sterbeklinik. Der Film erzählt aber auch über die Freundschaft zweier Frauen,  und von wiedergewonnener Lebensfreude. Und er gibt den Zuschauern in 95 Minuten die Gelegenheit, über das Leben und Sterben, Krankheit und Alter nachzudenken. Initiiert wurde die Veranstaltung von Anita Buchholz von der Gruppe „Kirche kreativ“ im Seelsorgebereich Rheinischer Westerwald. Sie hatte zu einer anschließenden Podiumsdiskussion eingeladen. Die Leiterin des Ambulanten Hospizes Neuwied, Anita Ludwig, die Leiterin des Rhein-Wied-Hospizes in Niederbieber, Manuela Götz und die Hausärztin und Vorstandsmitglied des Neuwieder Hospizvereins, Dr. Ingrid Stollhof kamen mit den Kinobesuchern ins Gespräch. Sie konnten nicht nur Antworten auf Fragen geben, wie etwa die rechtliche Lage in der Schweiz oder in Deutschland ist. Sie berichteten auch von ihren Erfahrungen mit Menschen, die den Wunsch zu sterben an sie herantragen und was oftmals hinter diesem Wunsch steckt. „Vielmals ist es Einsamkeit, die die Menschen am Lebensende belastet oder die Angst vor Schmerzen und Leid“, sagte Anita Ludwig. Die Aussage „Ich kann nicht mehr“, wie Manuela Götz sie auch von Gästen im Hospiz zu hören bekommt, sei nicht immer ein aktiver Sterbewunsch. „Wir tun alles, um unseren Gästen Erleichterung zu verschaffen“. Und Dr. Ingrid Stollhof informierte: „In 95 Prozent können wir den Menschen sehr gut mit der Palliativmedizin helfen, um ihnen ihre Leiden zu nehmen.“ Im Publikum kamen auch Fragen nach der Selbstbestimmung des Menschen auf und die Sorge, wohin sich unsere Gesellschaft entwickeln könnte. „Müssen wir im Alter Angst haben, zur Last zu werden?“ gab ein Zuschauer zu bedenken. Schnell wurde klar, dass noch viel mehr zu diesem Thema gesagt werden kann. Die Veranstaltung Kirche und Kino, die Gäste aus der Hospizarbeit und letztendlich „Toni und Helene“ hatten eine Türe dazu aufgemacht.

Vier Frauen stehen vor einem roten Vorhang, eine hält ein Mikrofon, auf einem Stehtisch stehen Wasserflaschen und Gläser.

Foto: Beate Christ von links: Dr. Ingrid Stollhof, Anita Buchholz, Manuela Götz und Anita Ludwig bei der anschließenden Podiumsdiskussion

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